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Volker Korfmann-Bau-Sachverständigenbüro

DIN Interpretation

  • DIN 1052 - Holzbau Hier werden hauptsächlich Berechnungsverfahren und Verbindungen geregelt. Mit Verbindungen sind sowohl Holz-, Schraub- und Nagelverbindungen gemeint. Weiterhin werden die zulässigen Spannungen abhängig von der Holzart und der Spannungsrichtung (quer und längs zur Faser) geregelt.

  • DIN 4108 - Wärme- und Tauwasserschutz. Hier ist der Mindestwärmeschutz (und auch der sommerliche "Hitze"schutz) einzelner Bauteile gefordert. Die Energieeinsparverordnung (ENEV) hat hier wenig mit zu tun, da es sich bei der EnEV um ein Bilanzverfahren handelt. Aber auch in der EnEV sind Mindestanforderungen an einzelne Bauteile gestellt, die sich in der DIN 4108 wieder finden (bzw. umgekehrt). Oft übersehen wird aber auch der Tauwasserschutz: es muss nachgewiesen werden, dass sich in einem Bauteil kein schädigendes Tauwasser ansammeln kann. Das wird oft bei Wärmedämmverbundsystemen übersehen", aber auch bei ungedämmten Kellerwänden. Die Berechnungsprogramme lassen sich im Internet finden.

  • DIN 18202 - Maßtoleranzen. Die Maßtoleranzen im Bauwesen sind für die meisten Baulaien erschreckend hoch. Nicht umsonst gibt es folgenden Spruch: "Die Schreiner arbeiten auf den Millimeter, die Zimmerleute auf den Zentimeter und die Maurer müssen aufpassen, dass sie auf dem Grundstück bleiben"

  • DIN 1053 - Mauerwerk. Einige der wenigen Normen, die wenigstens zum Teil im Internet abrufbar ist. Diese Norm regelt Berechnung und Ausführung von Mauerwerk. Zum Beispiel werden Schlitze im Mauerwerk geregelt, Überbindemaße, Stürze, Mörtelgruppen und die Steine selbst.

  • DIN 4109 - Schallschutz. Hier ist der Mindestschallschutz geregelt. Wie der Name schon sagt, ist das die Mindestanforderung, die aber bei weitem nicht ausreichend gegen Belästigung (lautes Radio, spielende Kinder, feiern etc.) ist. Daher sollte immer erhöhter Schallschutz vereinbart werden. In dieser Norm finden sich auch Tabellen, die die Abhängigkeit von Schallschutz zu Wanddicken darstellen. Auch der Unterschied zwischen Trittschall und Körperschall wird behandelt. Allerdings ist Schallschutz keine einfache Materie, so dass die Norm alleine auch nicht viel weiter hilft. Auf die Gefahr der Wiederholung: es ist eben nur die Mindestanforderung.