Neubau

Sie beabsichtigen einen Neubau zu erstellen!

Sie haben sich dazu entschlossen, einen Neubau zu erstellen bzw. erstellen zu lassen.
In diesem Fall sollten Sie die hier aufgelisteten Punkte unbedingt beachten, überdenken und erst dann eine Entscheidung treffen!
Vergessen Sie nicht, dass es in den meisten Fällen die wohl größte Investition Ihres Lebens sein wird.

Fertighaus, Massivbau, Holzrahmenbau

Für die einzelnen Bauweisen gelten keine absoluten Qualitätsmerkmale mehr. Sie haben ihre Vor- und Nachteile:
Sei es in der Geschwindigkeit des Aufbaus, den Kosten oder auch des persönlichen Geschmacks. Wesentlich ist jedoch die Ausführungsqualität und diese können Sie mit einer Qualitätskontrolle sicherstellen.

Bauträger mit Architekt oder getrennte Variante

Oft stellt sich die Frage schon deshalb nicht, weil der Architekt über den Bauträger gestellt wird und auch das Grundstück über den Bauträger verkauft wird.
Wieso das ein Nachteil sein kann?
Weil es auf beiden Seiten auch schlechte Vertreter ihrer Art gibt und, da in einer Hand, eine Kontrolle untereinander für Sie dann nicht einsehbar ist.

Der Vertrag
Überlegen Sie bitte kurz folgenden Aspekt: Sie sollen einen Vertrag unterschreiben, der Sie verpflichtet einen Betrag über z.B. 200.000,-- € zu zahlen. Mit Zinsen, Gebühren, Honoraren, Grundstück, Anschlusskosten etc. können es am Ende durchaus über 400.000,-- € sein, die Sie über einen Zeitraum von ca. 30 Jahren abzahlen müssen. Typischer Fehler: Fertigstellung am 01.06.20xx. Schön und gut; aber was passiert, wenn das Haus dann nicht fertig ist?
Wir empfehlen: Auf jeden Fall den Vertrag durch einen geeigneten - eigenen - Rechtsanwalt prüfen lassen! Die juristische Sprache hat Feinheiten, die wir als "Normalbürger" nicht immer verstehen und nachvollziehen können!

Baubeschreibung
(Siehe auch Bauherreninfos/Baubeschreibung)

Entspricht die Baubeschreibung wirklich dem, was Sie vereinbart haben? Genau hier sind viele – absichtliche und unabsichtliche – Fehler versteckt.
Zum Beispiel die berüchtigte Klausel: „oder gleichwertig“!
Können Sie eine wasserundurchlässige Konstruktion von einer weißen Wanne anhand der Baubeschreibung unterscheiden? Sagt Ihnen der Wärmeschutznachweis wirklich etwas? Können/wollen Sie Ihren Keller später auch als Wohnraum nutzen?

Qualitätssicherung

Im Grunde das Wichtigste überhaupt!
Fehler rechtzeitig erkennen (lassen), sodass die Qualität gesichert ist. Besonders bei Bauteilen, die später nur noch mit gewaltigem Aufwand zu sanieren sind, ist eine Qualitätssicherung unbedingt erforderlich.
Beispiel aus unserer Praxis bei einem Einfamilienhaus:
Die Sanierung von undichten Kellern kostet zwischen 30.000,-- € und 70.000,-- €. Eine baubegleitende Qualitätssicherung der Kellerabdichtung mit Dokumentation zwischen
1.000,-- und 2.500,-- €.
Keine einzelne Person kann "ALLES" vom Bau verstehen oder gar wissen. Daher sollten fachkundige Personen bzw. Institutionen wie z.B. die SVG-Bau mit der Qualitätssicherung beauftragt werden.
Wesentlich ist, dass immer nach einzelnen Bauabschnitten geprüft wird!
Wie soll sonst eine Bewehrung (die Eisengitter in der Betondecke) kontrolliert werden, wenn schon betoniert ist?
Wie das Mauerwerk, welches schon verputzt ist ?

Finanzierung

Bestehen Sie auf Reserven!
Fast alle Finanzierungen sind zu knapp bemessen. Kleinigkeiten, wie z.B. elektrische Beleuchtung, werden vergessen - Geld für den Notfall ist ohnehin nie eingeplant.
Die Pfuscher und Unfähigen wissen das!
Die Folge: Die Bauherren werden, mitsamt dem Pfusch, finanziell verhungern.

Erst zahlen, wenn der Baubegleiter - Sachverständige die Mangelfreiheit bestätigt hat!

Auch schwere Mängel, die bis zur Unbewohnbarkeit führen können, sind oft vom "Baulaien" nicht zu erkennen. Hier benötigen Sie Fachleute. Und zwar jene, die unabhängig und dennoch in Ihrem Interesse arbeiten.


Anfrage-Formular, unverbindlich [131 KB]




Nanu !!