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Volker Korfmann-Bau-Sachverständigenbüro

vermeidung Baufehler

Baufehler

Baufehler und deren Vermeidung

Was man alles falsch machen kann!

Es gibt im Internet sehr viele Seiten zu diesem Thema. Auch wir, als SVG-Bau, werden immer wieder danach gefragt:

"Welche Fehler kommen am häufigsten vor und wie kann ich diese vermeiden"?

Wir versuchen hier, aus unseren Erfahrungen Antworten zu geben.

Die Entscheidung, ein Haus zu bauen, kann schon falsch sein?

Paßt die Finanzierung wirklich?

Glauben Sie ernsthaft, daß jemand, der Finanzierungen anbietet,

Ihr Bestes will?

Also ist gesundes Mißtrauen immer angebracht.

Die Entscheidung, ob Sie eine bestimmte Bauweise (Holzständerwerk, Massivbau, Fertighaus etc.) bevorzugen, ist eher nebensächlich. Wichtiger ist, daß Sie den richtigen Partner finden und haben. Die Frage ist nur: Wie?

Diese Entscheidung kann Ihnen leider keiner abnehmen; selbst Internet-Foren und die besten Referenzen nicht. Noch nicht einmal die so genannte Bauherren-Erfahrung, soweit es diese überhaupt für die eigenen Zwecke verwertbar gibt.

Ein Haus der Firma "XYZ" kann in einem Fall eine völlige Katastrophe, 30 km weiter aber perfekt sein.

Bei all diesen Entscheidungen können wir Ihnen natürlich Unterstützung anbieten.Es gibt jedoch keine Garantien oder Patentrezepte - dies wissen wir aus unserer Erfahrung. Die Zukunft nicht berücksichtigt.

Vergessen Sie nicht, daß in den meisten Fällen nur einmal ein Haus gebaut wird, obwohl viele der Meinung sind:

- Jeder muß im Leben mindestens zweimal gebaut haben.

Bedenken Sie auch den Umstand, daß sie Ihr Haus zu einem späteren Zeitpunkt vielleicht einmal verkaufen wollen oder sogar müssen!

Denken Sie an Ihre eigene Zukunft! Wir werden alle älter. Treppensteigen wird mit dem Alter auch nicht gerade einfacher. Sollen die Kinder das Haus übernehmen? Ziehen die Kinder aus? Ist das Haus dazu geeignet, den vorhanden Wohnraum teilweise zu vermieten? Gibt es getrennte Eingänge? Ist die Heizanlage in der Zukunft noch tauglich?

All diese Punkte sollten Sie bei Ihrer Entscheidungsfindung berücksichtigen, bevor Sie Verträge "gutgläubig" unterschreiben.

Sind Sie ausgebildeter Jurist?

Falls ja, dann brauchen Sie hier sicherlich nicht weiter zu lesen, soweit Sie sich im Baurecht auskennen.

Sind Sie es nicht?

Dann sollten Sie sich fragen, ob Sie den Vertrag mit juristischem und fachlichem Hintergrund "verstanden" haben. Hier treffen oft zwei Welten aufeinander!

Als Beispiel soll hier nur der gern vereinbarte Fertigstellungstermin dienen:

Wie ist er im Vertrag definiert? Welche Rechte und Möglichkeiten haben Sie, wenn dieser nicht eingehalten wird? Wenn Sie erst zu einem späteren Termin einziehen können, ist womöglich Ihre aktuelle Wohnung - in Erwartung der Fertigstellung - gekündigt, oder aber Ihr jetziges Haus verkauft? Was dann? Wie steht es mit Ihrer Finanzierung; insbesondere Zinsen und Tilgung?

Und, und, und ...

Wie Sie sicherlich bereits selbst herausgefunden haben, liegen allein im Punkte "Fertigstellungstermin" viele Fragen und noch mehr offene Antworten!

Fehlerhafte Baubeschreibungen

Wissen Sie, wie eine Abdichtung des Kellers nach DIN 18195, Teil 6, Abschnitt 8 aussehen muß? Steht im Vertrag/Baubeschreibung, wie die Abdichtung erfolgt?

Wissen Sie, ob all die Vereinbarungen den allgemeinen Regeln der Technik und DIN-Vorschriften entsprechen? Sind diese in irgendeiner Form im Vertrag rechtssicher(!) vereinbart bzw. geregelt?

Beispiel:

Ist dort vereinbart, daß die "Dacheindeckung nach DIN" erfolgt, sollten Sie schon vorsichtig sein!

Dazu gibt es keine DIN-Vorschriften!

Überraschungen:

Die häufigste Überraschung ist der Baugrund; dies hat zwei Gründe:

a) Jeder "spart" sich in der Regel eine Baugrunduntersuchung .Zwischenzeitllich wird kein vernünftiger Statiker eine Berechnung erstellen, ohne dass ein Baugrundgutachten vorliegt.

b) Dies ist der "fetteste" Brocken für Nachträge (spätestens jetzt hat sich der Festpreis erledigt)

Ferner werden "wasserundurchlässige Keller" (was nichts bedeutet) oder "weiße Wannen" (die kaum einer richtig ausführt) zu völlig überhöhten Aufpreisen verkauft. Oder es werden "obskure Abdichtungen" gegen drückendes Wasser an den Bauherren gebracht, die genauso lange halten wie die Gewährleistung (oder der Anbieter).

Immer wieder "gern" gesehen sind Wärmeschutznachweise, die sich im Nachhinein als völlig falsch erweisen. Daran ist selten der Aufsteller schuld, denn der hat ja nur die Pläne vor dem Bau erhalten.

In 95% aller Fälle wird der offene Kellerabgang "vergessen" oder "ignoriert". Abnahme "naiv" durchgeführt. Hier werden die meisten - teuren - Fehler gemacht.

Vielen Bauherren ist nicht klar, was eine Abnahme eigentlich im rechtlichen Sinne bedeutet. Kaum einer weiß: Eine Abnahme kann auch durch "Verhalten" erfolgen - ohne eine Unterschrift!

Selbst ein Fachmann kann bei einer Abnahme, wenn er denn ausschließlich nur dazu kommt, nicht mehr alle Mängel erkennen. Wie soll er denn ohne großen Aufwand nachvollziehen können, ob die Abdichtung der Sohlplatte des Kellers in Ordnung ist? Wie soll er "Fehlstellen" in der Luftdichtigkeitsschicht erkennen? So auch fehlerhafte Verankerungen, die längst hinter dem Putz liegen?

Die Gefahr hierbei liegt darin, daß sich nahezu alle gravierenden Mängel erst sehr spät bemerkbar machen. In der Regel erst nach der Abnahme und viel zu oft erst nach Ablauf der Gewährleistung oder aber nach Konkurs der beauftragten Firma.

Fazit:

Können Sie all diese hier aufgeführten Punkte selbst beurteilen und einschätzen? Bitte beachten Sie auch, daß wir hier nur einige Fehlerquellen aufgezeigt haben. Das gesamte Spektrum ist wesentlich größer und würde den Rahmen unserer Websites sprengen.