Bautrüger

Bauträger = Bautrüger

Ein Bauträger der ganz besonderen Art aus dem Kölner Raum. Hier sind wir als Baugutachter leider erst zu spät ins Boot genommen worden. Der Bauherr hat bereits ca 75 % der Bausumme über ein Bausonderkonto angezahlt. Das Geld ist weg.! Einige Handwerker wurden offenbar bezahlt, andere nur teilbezahlt. Bis auf eine Firma sind alle anderen, fünf an der Zahl, nicht als eingetragen und zugelassene Firma zu eruieren. (Nachbar, ik hör dir trapsen) Zum jetzigen Zeitpunkt ist von (durch die von dem Bauträger verursachten unreglemässigkeiten) einer Unterdeckung von nahezu 20.000 Euro gegenüber den geplanten Baukosten auszugehen. Nicht berücksichtigt sind in diesen Kosten mögliche Rückbauten von mangelhaften Leistungen. Hinzu kommen noch die Rechtsanwalt-, ggf. Gerichtskosten sowie die Sachverständigen Kosten für die Beweissicherung. Die Baugenehmigung, Statik, Wärmeschutznachweis, liegen dem Bauherrn bis zum heutigen Tage nicht vor. Im ungünstigsten Fall drohen von dieser Seite noch erhebliche Probleme.

a.) wurde gemäß Baugenehmigung gebaut b) wurde die Statik beim Bau berücksichtigt c.) entspricht der Bau der ENEV Forderung

Ein erster Überblick zum Bauzustand - der Gesamtleistungstand beträgt ca. 65-70 %

Wie auf den Bildern unschwer zu erkennen katastrophal und mit erheblichen Mängeln. Zum Beispiel Treppensteigung fehlerhaft - klar wenn man die Estrichhöhe und die noch einzubauende Fußbodenheizung im Obergeschoss vergisst und nicht berücksichtigt. Und weil nichts dazu gelernt, das gleiche im Obergeschoss.

Die Verlegung der Fußbodenheizung/Heizschleifen - desolat. Nahezu alle Elektrokabel - Schlitze vergessen- kommen mehr oder weniger lustlos zwischen dem Estrich und den bereits verputzten Wandflächen hervor. Diverse Deckendurchbrüche wurden wahllos hergestellt. Der Bau sollte im Oktober 2011 bezugsfertig sein. Bautätigkeit seit Oktober 2011 eingestellt. Da bisher dem Bauherrn weder vernünftige Rechnungen der entsprechenden Bauträger - Bautrüger-Baufirma, noch irgendwelche Nachweise der am Bau Beteiligten Unternehmen vorliegen, wurde zwischenzeitlich durch einen Anwalt sowohl die Fristlose Kündigung des Vertrages ausgesprochen als auch unter Androhung einer Auskunftsklage die Herausgabe der Firmenliste und die Original Rechnungen der Handwerker angefordert. Zwischenzeitlich konnte festgestellt werden dass der Bauträger nicht nur wie im Vertrag festgelegt "Baukostenoptimierer" war, sondern er die Unverschämtheit besessen hat, natürlich ohne Wissen und Auftrag der Bauherrin, einer Arbeitsgemeinschaft Rohbau vorzustehen. Dass bedeutet der Bauträger hat an sich selber Aufträge vergeben. Von Baukostenoptimierung kann hier wohl keine Rede sein. In diesem Zusammenhang haben wir (die SVG-BAU) sodann die Rohbauarbeiten genauer in Augenschein genommen. Nach Durchsicht der vorhandenen Baustatik fiel auf, dass für die Betontreppen 1.+ 2. OG keine Statik vorhanden ist und auch bis zum heutigen Tage ungeachtet der Aufforderung diese vorzulegen, nicht beizubringen ist. Fällt natürlich auch schwer, da nach Rücksprach mit dem beauftragten Statikbüro keine Statik seitens des Baukostenoptimierers und gleichzeitig unzulässiger Weise, Arge Partner Rohbau, für die Betontreppen in Auftrag gegeben wurde. Da dieser Missstand natürlich alleine noch nicht ausreicht haben wir die Filigrandecken bezogen auf die Betontreppen statisch überprüft. Und welch Wunder, auch hier wurde bei den Öffnungen eine Betontreppe statisch nicht vorgesehen. Wen verwundert es da, das die Betontreppen nicht DIN Gemäß hergestellt wurden. (Steighöhe und Tritttiefe)Schon während der Bauzeit wurde versucht, durch aufpolstern der einzelnen Tritte, diesem Missstand, allerdings erfolglos, entgegen zu treten.

Fazit

Die beiden Geschosstreppen müssen komplett zurückgebaut werden.

Unsere Empfehlung in diesem Fall an die Bauherrin:

Schlossermäßig neue Geschosstreppen anfertigen und zunächst wahrscheinlich auf eigene und zusätzliche KOSTEN einbauen lassen.